Gedanken zur Jahresmitte von Pater Jonas

Zu Jahresmitte macht sich Prior Pater Jonas Trageser OSB Gedanken zur Lage in Tabgha und der Welt. „Mit dem Johannesfest am 24. Juni ist die Hälfte des Jahres überschritten. Wir gehen dem Weihnachtsfest entgegen, an das man in dieser Corona-Pandemie-Zeit noch gar nicht denken mag, wenn dann weiterhin noch Einschränkungen gelten werden. Immer wieder wird vonseiten der politisch Verantwortlichen und vonseiten der Fachleute im medizinischen, vor allem im virologischen Bereich auf die Einhaltung der Vorschriften hingewiesen, damit eine neue Welle nicht ausbricht. Manche Menschen können damit nur schwer umgehen. Seit Anfang März, das sind bald fünf Monate, wurde unsere hochgeschätzte Freiheit beg

Abschlussfeier an der Schmidt-Schule

Ende Juni nahmen 34 Absolventinnen der Schmidt-Schule ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Wegen der Covid-19-Auflagen der lokalen Behörden fanden die Zeremonien im kleinen familiären Kreis im Freien statt. Schülerinnen und Eltern waren sehr dankbar für diesen feierlichen Moment unter den neuen Realitäten von Versammlungsbeschränkungen, Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz. Schulleiterin Dr. Eva Schönemann würdigte insbesondere die Fähigkeit des dialogischen und kritischen Denkens der Absolventinnen. „Eines der wichtigsten Dinge für mich ist zu sehen, dass ihr gelernt habt, nicht nur eure eigene Meinung zu sehen, sondern auch die anderer Menschen, und auf dieser Basis miteinander zu diskutieren

5 Jahre nach dem Brand in Tabgha

5 Jahre danach! Der 18.Juni 2015 ist für mich, Pater Jonas, ein einschneidender Tag. Nie hätte ich gedacht, dass mir und uns hier in Tabgha durch einen Brandanschlag etwas im Inneren verletzt wird. Ich war der Erste, der das Feuer sah. Ein zerstörendes Feuer am Morgen um 3:10 Uhr zu erleben, dass Teile unseres Atriums total zerstörte und unsere Haupteingangstür zum Kloster verbrannte, war heftig. Als dann noch klar war, dass die Täter junge Leute waren, die einer ultranationalen, extremen jüdischen Siedlergruppe angehörten, fragte ich mich, wo leben wir? Ja, doch, wir leben in Israel und der Anschlag traf unseren Pilgerort Tabgha am See, uns Mönche, die Christen und alle, die mit uns leben

Unterstützung weggebrochen, Grenzen dicht

Alle ausländischen Volontärinnen und Krankenpflege-Praktikantinnen, die so wichtig für unsere Arbeit und das Leben in Beit Emmaus sind, mussten in ihre Heimatländer zurückkehren. Schon allein die logistische Umsetzung mit Fluglinien, Botschaften und Checkpoints war herausfordernd. Erste Infektionsfälle in der Westbank traten in Qubeibeh und den umliegenden Dörfern auf. Daraufhin wurde nicht nur die ganze Gegend, sondern auch die einzelnen Dörfer unter Quarantäne gestellt. Es gab Ausgangssperren. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten war fast unmöglich. Kurz vor dem Lockdown haben wir zehn Emmaus-Mitarbeiterinnen gebeten, während der Corona-Pandemie auf dem Gelände zu bleiben. Die

Corona: Lagebericht aus dem Heiligen Land

Auf den ersten Blick scheint die Situation wieder völlig normal zu sein, wenn man durch die Altstadt von Jerusalem geht: Nachdem die meisten Geschäfte wieder geöffnet sind und die Regierung während der Hitzewelle Ende Mai gestattet hat, auf Mund- und Nasenschutz zu verzichten, sind viele Menschen wieder ‚unmaskiert‘ auf der Straße zu sehen. Dabei war es eine ganz und gar nicht normale Zeit. Zur großen Freude der Christen sind die beiden wichtigsten Kirchen wieder zugänglich – die Grabeskirche in Jerusalem und die Geburtskirche in Betlehem, die seit März geschlossen waren. In beiden Fällen mussten die dort vertretenen Konfessionen erst klären, wie die offiziellen Beschränkungen umgesetzt werd

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