Die Ordensgemeinschaft

Von 1886 bis 1989 lag die Verantwortung für Unterricht und Erziehung in der Schmidt-Schule bei den deutschen Borromäerinnen, einem Schulorden, der seit Beginn der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts im Orient zahlreiche soziale Einrichtungen gründete und leitete. 1989 mussten die Borromäerinnen die Leitung der Schmidt-Schule aufgeben. Glücklicherweise fanden sich die Maria-Ward-Schwestern (Congregatio Jesu) bereit, die Schulträgerschaft zu übernehmen.

Die Congregatio Jesu (CJ) ist ein Frauenorden mit dem Gründungsweck der Mädchenbildung, der 1609 von der englischen Ordensschwester Mary Ward gegründet wurde. Ursprünglich war der offizielle Name des Ordensinstituts Institutum Beatae Mariae Virginis, gemeinhin wurde der Orden jedoch als Englische Fräulein bezeichnet. Nach der Gründerin wurde auch der Name Maria-Ward-Schwestern verwendet. Das Institut hatte im Jahr 2009 etwa 1.930 Mitglieder, gemeinsam mit den Loretoschwestern etwa 4.000.

Die Gründerin Mary Ward setzte sich für Bildung für Frauen ein und wollte für ihre Gemeinschaften weder ein klösterliches Leben noch eine Ordenstracht, sondern apostolischen Dienst und öffentliches Wirken. Ihre Spiritualität war durch Ignatius von Loyola und sein Exerzitienbuch geprägt.


2004 wurde der römische Zweig des Ordens in Congregatio Jesu (CJ) umbenannt. Es besteht im Namen eine bewusste Ähnlichkeit zu den Jesuiten, steht doch der Orden seit Beginn in der spirituellen Tradition des Ignatius von Loyola.
Dem großen Anliegen Mary Wards entsprechend führte der Orden durch die Jahrhunderte hindurch zahlreiche Schulen, später auch Colleges und Universitäten. Im Bereich der Bildung spielte die Congregatio Jesu eine pionierhafte Rolle, was die Ausbildung von Mädchen und Frauen betrifft. Im Laufe der Zeit wurde das Anliegen der Bildung von Frauen auch von anderen religiösen Gemeinschaften, besonders den Schulorden und -kongregationen betrieben, so dass die Congregatio

Jesu sich auch anderen Aufgaben zuwendete. Grundsätzlich liegen diese heute in allen Bereichen der Pastoral oder der sozialen Dienste.

 

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