Kardinal Marx würdigt Peres als "Brückenbauer für den Frieden"

 

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat den verstorbenen früheren israelischen Präsidenten Schimon Peres gewürdigt. „Mit dem Tod von Schimon Peres trauern wir um einen Brückenbauer für den Frieden im Nahen Osten. Der Verstorbene stand für den Dialog zwischen Nationen und Konfliktparteien", sagte Marx am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). „Zurecht erhielt er den Friedensnobelpreis, auch wenn er sein Werk für den Frieden immer wieder mit neuer Gewalt konfrontiert sah.“

Peres sei „ein Mann des Friedens und der Verständigung, eine beeindruckende Persönlichkeit“ gewesen, so Marx. Er zeigte sich dankbar, Peres einmal begegnet zu sein. „Unvergessen ist sein letzter Besuch bei Papst Franziskus, als er - Hand in Hand mit dem Papst und Präsident Mahmoud Abbas - in den Vatikanischen Gärten für den Frieden betete.“ Mit Peres gehe „ein Weltbürger von uns, dem unser Land und die Kirche viel zu verdanken haben“.

Der 93 Jahre alte Friedensnobelpreisträger war am Mittwochmorgen Medienberichten zufolge an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. 1994 erhielt er zusammen mit Jitzchak Rabin und Jassir Arafat den Friedensnobelpreis für die Bemühungen um ein Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern. Die Beerdigung soll laut Berichten am Freitag stattfinden. Die Zeitung „Haaretz“ meldet, dass daran unter anderem Papst Franziskus teilnehmen wolle.

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