Israelischer Staatspräsident zur Atriums-Einweihung erwartet

Knapp 20 Monate nach dem verheerenden Anschlag jüdischer Extremisten auf die Brotvermehrungskirche und das Kloster in Tabgha wird das Atrium der Kirche am 12. Februar neu eingeweiht. Der Präsident des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande, Rainer Maria Kardinal Woelki, wird an diesem Tag im Anschluss an die Heilige Messe, die Neueinweihung um 10.30 Uhr feierlich begehen. Zahlreiche Gäste werden erwartet, darunter auch viele Spender und Unterstützer des Wiederaufbaus. Als besonderer Gast hat sich Israels Staatspräsident Reuven Rivlin angekündigt, der auch schon kurz nach dem Brandanschlag nach Tabgha gekommen war, um seiner Solidarität Ausdruck zu verleihen und für ein friedliches Miteinander der Religionen im Heiligen Land zu werben.

 

„Nach rund acht Monaten Bauzeit, ist das Atrium als Eingang zur Brotvermehrungskirche wieder den Besuchern aus aller Welt zugänglich“, erklärt Heinz Thiel, Generalsekretär des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande, in dessen Eigentum die Brotvermehrungskirche steht. „Bis zum Ende stand die Finanzierung auf wackeligen Füßen, denn die unmittelbar nach dem Anschlag versprochenen Zahlungen der israelischen Regierung mussten langwierig verhandelt werden und fielen am Ende deutlich geringer aus, als ursprünglich angekündigt. Letztlich war der Wiederaufbau nur durch die zahlreichen Spenden möglich. Dafür danken wir all unseren Unterstützern sehr!“

 

Insgesamt ist es aktuell noch schwierig, die finanziellen Folgen des Brandanschlags in vollem Umfang zu beziffern. „Am leichtesten lassen sich dabei noch Kosten für die ersten und aufwendigen  Aufräum- und Reinigungsarbeiten und vor allem für die eigentliche Wiedererrichtung des Atriums bemessen, die insgesamt bei rund 950.000 Euro liegen. Weitere Kosten, wie beispielsweise die Sicherungsmaßnahmen, die nach dem Anschlag notwendig wurden, Verdienstausfälle oder die verlorenen Güter aus unserem Klosterladen dürften bei rund 350.000 Euro liegen, so dass wir auf eine Gesamtschadensumme von rund 1,3 Millionen Euro kommen“, erklärt Pater Basilius Schiel OSB, Prior des Klosters Tabgha.

 

Der Staat Israel beteiligt sich bis dato mit 370.000 Euro daran. Nach vielen Gesprächen, die sich über einen Zeitraum von fast einem Jahr hinzogen, befinden sich die Beteiligten mittlerweile in der Abrechnungsphase. „Der Großteil der benötigten Mittel konnte allerdings nur durch die Spenden von einigen Groß,- und einer riesigen Anzahl von weiteren Einzelspendern sowie durch Zuschüsse aufgebracht werden: Insgesamt 900.000 Euro. Diesen vielen Menschen, die so großherzig die Benediktiner und den DVHL für das Aufbauprojekt Tabgha unterstützt haben, sind wir unendlich dankbar“, so Pater Basilius. „Aus dem Jahresetat sind solche Summen weder bei uns Benediktinern, noch beim DVHL bestreitbar.“

 

 

 

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