Wiedereröffnung in Tabgha: Staatspräsident Rivlin betont Religionsfreiheit

 

 

 

 

Knapp 20 Monate nach dem Brandanschlag jüdischer Extremisten auf das deutsche Benediktinerkloster Tabgha am See Genezareth hat der Präsident des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL), Rainer Maria Kardinal Woelki, am 12. Februar 2017 das Atrium der Brotvermehrungskirche feierlich wiedereröffnet. In einer Zeit wachsenden Nationalismus', so Woelki in seiner Predigt, brauche es Versöhnung und ein Leben aus dem Evangelium.

Mit Dankbarkeit sehe man, dass die Schäden des Brandes nicht mehr sichtbar seien, auch wenn „sicher Verletzungen bleiben bei jenen, die Schäden erfahren haben“, so Woelki weiter. Machthaber in der ganzen Welt schürten „heute wieder stärker denn je nationalistische Ideen und geben ihnen einen religiösen Rahmen“. Dadurch schürten sie Abgrenzung und verführten insbesondere junge Menschen zu Hass und Gewalt, so der Kardinal.


Der israelische Präsident Reuven Rivlin dankte in seiner Ansprache allen am Wiederaufbau Beteiligten. „Ich bin gekommen, um laut und deutlich zu sagen: Hass kann nicht gewinnen!“, so Rivlin wörtlich. Er hatte den Ort schon kurz nach dem Anschlag besucht und wollte auch diesmal ein Zeichen der Solidarität setzen.

Hochrangige Gäste waren zur Einweihungsfeier mit den Benediktinern gekommen. Unter ihnen befanden sich neben dem israelischen Staatspräsidenten auch der Vorstand und der Vorsitzende des Verwaltungsrates des DVHL, der deutsche Botschafter, der Nuntius in Israel und weitere Vertreter der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften.

 


Im Juni 2015 verübten mutmaßlich Täter aus der israelischen Siedlerbewegung einen Brandanschlag auf das zur Dormitio-Abtei gehörende Kloster Tabgha am See Genezareth. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe, zwei Personen wurden leicht verletzt.

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