Monsignore Ludger Bornemann zum neuen Geistlichen Leiter gewählt

„Die Taufe hat uns zu Königskindern gemacht“, erläuterte Rainer Maria Kardinal Woelki, Präsident des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL) und Erzbischof von Köln, in seinem Impuls zu Beginn der diesjährigen Generalversammlung des DVHL am 22. November.

 

Auch in diesem Jahr widmeten sich die Anwesenden in der am Vormittag stattfindenden Konferenz der Diözesanvorsitzenden unter anderem der Frage, wie diese ihre Aufgabe, nämlich die Anliegen des DVHL in ihr Bistum zu tragen und die Menschen dort für das Heilige Land zu begeistern, am besten erfüllen könnten. Viele Ideen wurden ausgetauscht, Kontakte geknüpft und einzelne Projekte konkret auf den Weg gebracht.

 

In der anschließenden Generalversammlung berichtete Heinz Thiel, Generalsekretär des DVHL, über die Geschehnisse im letzten Jahr und zeigte die Möglichkeiten und Herausforderungen des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und seiner Institutionen auf. Neben den Berichten des Beirats und Verwaltungsrats sowie der Entlastung des Vorstandes hielt Dr. Eva Schönemann, seit Beginn des aktuellen Schuljahres neue Leiterin der Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem, einen vielbeachteten Vortrag über die Herausforderung, die Schülerinnen zwischen Tradition und Moderne auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten, in dem ihnen alle Chancen offenstehen sollten.

 

Emotional wurde es bei der Verabschiedung des langjährigen geistlichen Leiters des DVHL, Monsignore Helmut Daniels, der sein Amt nach 32 Jahren auf eigenen Wunsch vorzeitig niederlegt. Seine Entscheidung sei zukunftsorientiert, erläuterte er in seiner kurzen Ansprache. Aufgrund der Tatsache, dass es in der nächsten Zeit viele personelle Veränderungen in den Gremien geben werde, wolle er, dass sein Nachfolger ein Kontinuum in diesem Umstrukturierungsprozess darstellt.

 

Kardinal Woelki schlug als neuen geistlichen Leiter Monsignore Ludger Bornemann vor, der von den Mitgliedern der Generalversammlung für eine Amtsperiode von fünf Jahren gewählt wurde. Bornemann war über 20 Jahre als geistlicher Leiter im Pilgerhaus Tabgha tätig und freut sich, durch diese Ernennung dem Deutschen Verein vom Heiligen Lande verbunden zu bleiben.

Monsignore Gerhard Dane wurde nach elf Jahren als Diözesanvorsitzender des Erzbistums Köln in den ‚Ruhestand‘ verabschiedet. Ihm folgt Pfarrer Dr. Axel Hammes, der die Ernennungsurkunde des Erzbischofs erhielt.

 

Gute Kunde gibt es auch für die Leitung des Paulus-Hauses. Nachdem die Congregatio Jesu ihren Rückzug für Sommer 2018 bekannt gegeben hatte, arbeiteten die Verantwortlichen aus dem Generalsekretariat an einer Nachfolgeregelung. Diese konnte nun gefunden werden: Monsignore Stephan Wahl wird ab Mai kommenden Jahres die Leitung des Paulus-Hauses als Direktor übernehmen. Der Trierer Diözesanpriester ist Absolvent des Theologischen Studienjahres an der Dormitio-Abtei und durch seine zahlreichen Aufenthalte ein ausgezeichneter Kenner des Heiligen Landes. Nach langjähriger Tätigkeit in verantwortlichen Positionen im Bistum Trier wird er sich, nach erfolgter Freistellung durch seinen Ortsbischof Dr. Stephan Ackermann, dieser neuen Aufgabe in Jerusalem widmen.

 

Und auch wenn viele Veränderungen und immer wieder neue Rahmenbedingungen die Arbeit des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande stetig herausfordern, wissen alle, die sich ihm verbunden fühlen und sein Arbeit unterstützen: „Wer sich geliebt fühlt, fühlt sich wie im Paradies.“ So zumindest schloss Rainer Maria Kardinal Woelki auch mit Blick auf die Christen im Heiligen Land seinen geistlichen Impuls. Er sprach damit vielen Teilnehmern aus dem Herzen.

 

 

Please reload

© 2019 by Deutscher Verein vom Heiligen Lande | designed by motion-marketing

YouTube-Icon.png
vimeo-icon.png