Hohe Lebenshaltungskosten in Israel

 

Die Lebenshaltungskosten in Israel gehören einer aktuellen Erhebung zufolge zu den höchsten der Welt. Sie liegen 23 Prozent über dem Durchschnitt der OECD-Staaten, wie israelische Medien (Mittwoch) unter Berufung auf den „State of the Nation Report 2017" des israelischen Forschungsinstituts „Taub Center" berichteten. Leben in Israel sei somit teurer als in den USA, Deutschland und Frankreich – und werde nur von der Schweiz, einigen skandinavischen Ländern, Australien oder Neuseeland übertroffen.

 

Zwar seien in den vergangenen zwölf Monaten die Zahl der Beschäftigten und auch die Löhne gestiegen; hohe Miet- und Wohnungskosten seien aber seit Jahren Anlass für Proteste. Der Anstieg der Durchschnittslöhne habe unterdessen zu einer deutlichen Konsumsteigerung und einer Verbesserung des Lebensstandards geführt. Auf mittlere Sicht rechne man jedoch angesichts von Bevölkerungsentwicklung und Arbeitsmarkt mit einer Verlangsamung der Wachstumsrate. Deutlich gestiegen ist dem Bericht zufolge die Beschäftigungsrate bei Ultraorthodoxen: 73 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer gehen demnach inzwischen einer Arbeit nach.

 

Die Lebenserwartung der arabischen Bevölkerung Israels sei die höchste in der gesamten arabisch-muslimischen Welt, heißt es weiter. Sie liege bei 79 Jahren, gegenüber 82,7 Jahren bei jüdischen Israelis und 81,6 im OECD-Durchschnitt. Gleichzeitig sei die Kindersterblichkeit mit 7,5 auf 1.000 Geburten bei der arabischen Bevölkerung höher als bei der jüdischen (2,7), der christlichen (3,0) und der drusischen Bevölkerung. Dem Bericht zufolge gibt Israels Regierung 15 Prozent weniger für das Gesundheitswesen aus als der OECD-Durchschnitt. Dies führe zu einem Zuwachs der privaten Krankenversicherungen.

 

Quelle: KNA/mit/iki/brg

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