Tabgha-Prior: Klosterneubau ist erdbebensicher

Die jüngste Serie von Erdbeben in Nordisrael war auch im Benediktinerkloster Tabgha am See Gennesaret deutlich spürbar. „Die Epizentren lagen fast alle im nördlichen Bereich des Sees, sodass wir mit unserem Kloster quasi in der ersten Reihe sitzen“, sagte Prior Basilius Schiel. Der Klosterneubau selbst sei jedoch sicher gebaut.

 

 

Erdbeben seien in der Region immer wieder spürbar, so Schiel. „Ungewöhnlich ist aber die große Serie an Beben. Wenn man neben den spürbaren Beben die seismischen Aktivitäten ab einer Stärke von 2 auf der Richterskala hinzunimmt, waren es zwischen 30 und 40 Beben in kurzer Zeit“, so der Benediktiner. Während an dem Kloster bislang keine Schäden aufgetreten seien, beobachte man den Altbau des Pilgerhauses aufmerksam. Dort seien durch die jüngsten Erdstöße einzelne Risse aufgetreten.

 

Nach Angaben des israelischen Erbebennetzwerks wurden an sieben Tagen Anfang Juli landesweit 56 Erdbeben und seismische Aktivitäten mit einer Stärke von mindestens 2 auf der Richterskala gemessen. Das stärkste Beben am 4. Juli hatte dabei die Stärke 4,5. Mit Ausnahme von zwei Beben in der Negevwüste lagen die Epizentren aller weiteren Beben in der Region des nördlichen See Gennesaret.

 

Erdstöße sind in der Region keine Seltenheit. Im syrisch-afrikanischen Grabenbruch stoßen zwei Erdplatten aneinander und lösen regelmäßig Erdbeben aus. Beim bisher letzten schweren Beben 1927 mit einer Stärke von 6,2 starben rund 500 Menschen, 700 wurden verletzt. Experten weisen immer wieder auf die Gefahr schwerer Erdbeben und eine Gefährdung der heiligen Stätten der Region hin.

Quelle: KNA/akr/api

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