Betlehems Bürgermeister warnt vor Abwanderung


Der Bürgermeister von Betlehem, Anton Salman, hat die Christen im Heiligen Land zum standhaften Bleiben aufgerufen. Der Christ erläuterte Ende November bei der jährlichen Weihnachtspressekonferenz der Stadt, dass Betlehem angesichts der „israelischen Besatzung und ihrer willkürlichen Praktiken“ leide. Die Besatzung ließe bei der Jugend Gedanken an Abwanderung aufkommen, heißt es auch in der Weihnachtsbotschaft Salmans. Die „bittere Wahrheit“ sei, dass, während das Licht des Weihnachtsbaumes leuchte, viele Straßen und Häuser Betlehems ihrer eingeborenen Bewohner entleert seien.

Damit nimmt der Bürgermeister das Thema der Palmsonntagskollekte für das Heilige Land 2019 vorweg. „Es dürfen nicht noch weniger werden“, meinen der DVHL und die Franziskaner im Heiligen Land angesichts der schwierigen Lage der Christen in der Ursprungsregion des Christentums. Sie bitten für reiche Unterstützung ihrer Arbeit vor Ort, die vor allem mit der Palmsonntagskollekte finanziert wird.

Bürgermeister Salman betonte die Verwurzelung der Christen in Palästina. Christen seien untrennbarer Teil der arabisch-palästinensischen Gesellschaft und stünden treu zur palästinensischen Sache. „Wir sprechen nicht über Religionszugehörigkeit, weil wir eine einzige Gemeinschaft sind“, so Salman. Er wies damit erneut Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zurück, Christen würden in den palästinensischen Gebieten unterdrückt und verfolgt. Das für das diesjährige Weihnachtsfest gewählte Motto „Weihnachten ist eine Botschaft des Lebens und der Existenz“ sei Ausdruck dieser „politischen Botschaft an die Welt“.

Quellen: KNA/akr/sky und DVHL

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