Christliche Schulen in Israel fordern Gleichbehandlung

 

Die christlichen Schulen in Israel haben ihre Forderung nach Einhaltung ihrer staatlich garantierten Rechte erneuert. Derzeit erhalten die 47 christlichen Schulen nur etwa die Hälfte der ihnen rechtlich zustehenden Regierungsgelder, erklärte der Generaldirektor der christlichen Schulen in Israel, Abdel-Masih Fahim, Mitte Januar bei einem Treffen mit einer internationalen Bischofsdelegation in Haifa. Die anhaltenden Verhandlungen mit dem israelischen Bildungsministerium sind nach Worten des Franziskaners „auf gutem Weg“.

 

Die Schulen in christlicher Trägerschaft haben in Israel den Status anerkannter, nichtöffentlicher Schulen. Landesweit besuchen laut Fahim rund 30.000 Kinder und Jugendliche christliche Schulen, darunter rund 60 Prozent Christen. Die Unterfinanzierung der christlichen Schulen und die gleichzeitigen Höchstsätze für Elternbeiträge führen laut dem Generaldirektor zu einem großen finanziellen Druck auf die Einrichtungen. Schulen in jüdisch-religiöser Trägerschaft erhielten deutlich höhere staatliche Subventionen. Eine weitere Konsequenz sei, dass gute Lehrer die christlichen Schulen verlassen.

 

Fahim hob die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichende Tradition der Schulen sowie deren überdurchschnittliche Qualität im Vergleich mit anderen arabischen und jüdischen Schulen im Land hervor. Als Deutsche Auslandsschule ist die Schmidt-Schule nicht im gleichen Maße von den Zuwendungen des Staates abhängig. Dennoch betont Dr. Georg Röwekamp, Vorsitzender des Schulvorstandes der Schule in Trägerschaft des DVHL: „Wir unterstützen die Forderung der übrigen Schulen, denn nur eine gleichberechtigte Förderung ermöglicht es, dass auch die arabische Minderheit im Land die gleichen Chancen hat wie die Mehrheit.“ 

 

Quelle: KNA/akr/sky

 

 

 

 

 

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