Neuer melkitischer Erzbischof

 Die größte Christengemeinde im Heiligen Land hat wieder einen geweihten Bischof an ihrer Spitze. Youssef Matta ist Anfang Juni in sein Amt als Oberhirte der melkitischen Erzdiözese von Akko, Haifa, Nazaret und ganz Galiläa eingeführt worden. Bei einer Zeremonie in seiner Geburtsstadt Nazaret empfing er die Bischofsweihe. Tags darauf wurde er in der melkitischen Kathedrale von Haifa offiziell in sein Amt eingeführt. Mit rund 70.000 Gläubigen ist das von Matta geleitete Erzbistum im nordisraelischen Galiläa der größte Kirchenbezirk im Heiligen Land.

 

Matta hatte zunächst in Haifa Computerwissenschaften studiert, war dann ins Priesterseminar des Lateinischen Patriarchats in Beit Jala eingetreten und wurde 1999 zum Priester geweiht. Nach einer Promotion über Ostkirchenrecht in Rom arbeitete er als Gemeindeseelsorger in Nazaret. Sein Vorgänger als Bischof in Galiläa, Georges Bacaouni, war zuvor zum Bischof seiner Kirche in der libanesischen Hauptstadt Beirut ernannt worden. Er leitete nun den Gottesdienst mit der Weihezeremonie für seinen Nachfolger.

 

Matta war bereits im November nach den Normen der melkitischen Kirche von deren Synode zum Erzbischof von Galiläa gewählt worden. Am 18. März erteilte Papst Franziskus dieser kanonisch erfolgten Wahl seine Zustimmung (assenso).

 

Der mit Rom unierten melkitischen Kirche gehören rund 1,6 Millionen Christen an; etwa die Hälfte lebt in Auslandsgemeinden in Brasilien, Argentinien und Australien. Zum Patriarchen auf Lebenszeit wählte die Synode im Juni 2017 den Syrer Joseph Absi.

 

Quelle: KNA

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