„Ohne dieses Jahr wäre nichts in meinem Leben so, wie es ist. Und das wäre schrecklich.“

Der Ausfall der Palmsonntagskollekte in den Gottesdiensten gefährdet die gesamte Arbeit des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande. Auch die Freiwilligenarbeit. Dabei ist das Jahr im Heiligen Land für die jungen Menschen oftmals das prägendste in ihrem Leben. Durch die aktuelle Corona-Krise mussten alle DVHL-Freiwilligen das Heilige Land verlassen. Ein schwerer Schlag für die Freiwilligen, aber auch die Menschen, die sie zurücklassen mussten

Ein Jahr als Freiwillige*r im Heiligen Land ist für viele junge Menschen nach Abi oder Ausbildung ein großer Traum. Mit Unterstützung des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL) wird dieser jedes Jahr für rund 30 Jugendliche Realität. Nun ist er gefährdet, weil die Gesamtarbeit des Vereins durch den Ausfall der Palmsonntagskollekte auf dem Spiel steht. „Mich persönlich hat dieses Jahr so unglaublich bereichert. Ich kann es mir aus meinem Leben gar nicht mehr wegdenken. Es ist für mich unvorstellbar, dass der DVHL keine Freiwilligen mehr in das Heilige Land entsenden könnte,“ sagt Luca Stueber, die 2018 für ein Jahr in der Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem Ansprechpartnerin für Grundschülerinnen war. „Für mich war es eine wichtige Zeit, weil ich an neuen Herausforderungen gewachsen bin und gleichzeitig sensibler für das Leben und Miteinander der Menschen im Heiligen Land geworden bin.“ Die Freiwilligenarbeit fördert aber nicht nur die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen – die Freiwilligenarbeit ist deshalb wichtig, weil sie als Brücke zwischen Deutschland und dem Heiligen Land fungiert.

Doch nicht nur junge Menschen profitieren vom Angebot des DVHL. „Wir senden auch jedes Jahr rund 40 Kurzzeit- und Sabbatzeitfreiwillige zwischen 25 und 75 Jahren ins Heilige Land“, erklärt Anna Schönknecht, Referentin für Freiwilligendienste. „Auch hiermit möchten wir den Menschen im Heiligen Land unsere Solidarität als Christ*innen zeigen.“

„Der Freiwilligendienst ist neben der Hilfswerkstätigkeit und unserem Auftrag Reisen ins Heilige Land zu organisieren, eine unserer drei Säulen. Wir möchten auf keine von ihnen verzichten und werden alles daransetzen, diese weiterhin in der gewohnten Form anbieten zu können“, erklärt Heinz Thiel, Generalsekretär des DVHL. „In diesem Jahr brauchen wir dazu nur ein wenig Unterstützung von all denjenigen, denen das Heilige Land am Herzen liegt oder derjenigen, die sich einfach solidarisch mit Menschen zeigen möchten, denen es nicht so gut geht wie uns hier.“

Grund für die akuten Probleme: In diesem Jahr wurden bundesweit bis Ostern alle Gottesdienste

abgesagt, was dazu führt, dass die Palmsonntagskollekte am 05. April nicht wie gewohnt stattfinden kann. „Es ist total wichtig, dass die Menschen uns dennoch weiter unterstützen,“ sagt Maik Ockert, Freiwilliger im Jahr 2018 im Gästehaus der Borromäerinnen in Jerusalem. „Mit der Palmsonntagskollekte kann unbürokratisch und schnell in akuten Notlagen geholfen werden, wie sie sich jetzt durch die Corona-Krise häufig darstellt. Das ist das Gute daran: Sie kann dort eingesetzt werden, wo sie am Nötigsten gebraucht wird.“

Nikolaj Jakovlev musste seinen Freiwilligendienst wegen der Corona-Krise abbrechen. „Es ist mir sehr schwergefallen, in den Flieger nach Deutschland zu steigen, weil ich weiß, dass mir viele Erfahrungen entgangen sind, die ich gerne gemacht hätte. Auf der anderen Seite bin ich aber auch froh, wieder zu Hause zu sein. Die Situation im Heiligen Land hat sich zuletzt einfach nicht mehr gut angefühlt,“ berichtet Nikolaj, der sieben Monate in der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg in Jerusalem arbeitete.

„Vergessen Sie die Menschen im Heiligen Land nicht. Spenden Sie trotz Ausfall des Palmsonntagsgottesdienstes. Diesmal per Überweisung, statt in den Klingelbeutel,“ bittet Luca Stueber weiter. „Da mir viel daran liegt, dass der DVHL auch in den nächsten Jahren Freiwillige ins Heilige Land entsenden kann, unterstütze ich die Spendenaktion, wo es nur geht. Der Freiwilligendienst ist auf jede Unterstützung angewiesen, denn als junge*r Abiturient*in kann man die Kosten für eine solche Tätigkeit nicht alleine tragen. Jede noch so kleine Spende zählt.”

Die Palmsonntagskollekte kommt dem Deutschen Verein vom Heiligen Lande und der deutschen Franziskanerprovinz für ihre Arbeit im Heiligen Land zu Gute. Unter www.palmsonntagskollekte.de erhalten Sie weitere Informationen, können Grafikelemente herunterladen oder direkt online spenden.

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