Extreme Hitze im Heiligen Land

 

Hitze ist im Heiligen Land nichts Ungewöhnliches. So erinnern sich viele Besucher*innen an Sonne und heiße trockene Wüstenluft, wenn sie an ihren Besuch im Land der Bibel zurückdenken. Aktuell sind in Israel allerdings Temperaturen zu messen, die teils 15 Grad Celsius mehr als die Durchschnittstemperatur für den Monat Mai betragen. Wenn es nicht bald abkühlt, könnte Israel auf die längste Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnung zusteuern.

Vergangenes Wochenende kletterten die Temperaturen vielerorts über 40 Grad und kratzen teilweise sogar an die 45 Grad. Die heißen Wüstenwinde, arabisch „Chamsin“ oder hebräisch „Scharav“ sind im Frühjahr nicht ungewöhnlich, die damit verbundene Hitzewelle dauert für gewöhnlich allerdings nur 24 bis 36 Stunden.

Besonders in den nördlichen Regionen wie dem Karmelgebirge, den Golanhöhen und Galiläa besteht aufgrund der hohen Temperaturen eine erhöhte Waldbrandgefahr. Auch am See Gennesaret ist die Hitze zu spüren. Noch vor zwei Monaten war der Pegelstand des Sees auf dem höchsten Niveau seit 2004. Durch die aktuellen Temperaturen ist das Wasser an den Ufern des Priorats Tabghas nun um neun Zentimeter gesunken. Auch der Prior des Benediktinerklosters Tabghas, Pater Basilius Schiel OSB, nimmt die aktuelle Wetterlage als extrem war: „Nach dem sehr regnerischen Winter und der pilgerlosen Osterzeit erleben wir mit der Hitze in diesen Tagen wieder eine extreme ‚Wetterlage‘ in Tabgha. Für Mitte-Ende Mai ist es einfach viel zu heiß. Wir hoffen, dass uns zumindest die leider fast normalen Buschbrände in den heißen Sommermonaten verschonen.“

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