top of page

Begegnung in der Wüste:

christliche und muslimische Palästinenser*innen wollen gemeinsam in einen friedliche Zukunft gehen


Die Organisation „Musalaha“ mit Sitz in Jerusalem und Bethlehem macht ihren Namen seit 30 Jahren zum Programm. Denn das bedeutet das arabische Wort „Versöhnung“.

Mit bereits 90 Wüstenbegegnungen und über 500 Versöhnungsworkshops brachte das Team nicht nur Israelis und Palästinenser, sondern auch Christen und Muslime aus dem Heiligen Land zusammen. Doch bei einem einmaligen Aufeinandertreffen bleibt es nicht bei Musalaha. Die Teilnehmer*innen nehmen an einem Versöhnungsprozess in sechs Phasen teil, der in der Regel in der Wüste beginnt. Die Neutralität in der kargen Landschaft ermöglicht es den Teilnehmer*innen frei von kulturellen Barrieren und politischen Sichtweisen, den Anderen zu begegnen.



So fand sich auch im November, mit der finanziellen Unterstützung vom DVHL, eine Gruppe aus 25 christlichen und muslimischen Palästinensern aus der Region Bethlehem, um gemeinsam in die Wüste aufzubrechen. Neben Aktivitäten wie Kamelreiten und Jeep fahren, leitete ein Moderator von Musalaha die aufkommenden Diskussionen über erlebte Diskriminierung zwischen palästinensischen Muslimen und Christen. Aber auch Gemeinsamkeiten und der Rolle der eigenen Identität wird Raum gegeben. Die Intensität der viertägigen Begegnung ermöglicht sowohl den Beziehungsaufbau als auch die Stärkung eines Gruppengefühls.

Wo viele Versöhnungsprogramme in Palästina und Israel an dieser Stelle enden, fängt Musalaha erst an. Die Teilnehmenden gehen nach der Wüstenbegegnung innerhalb eines Jahres durch fünf weitere Phasen, in denen ihnen neben praktisch vermittelten Führungsqualitäten, auch theoretischer Input zu Konfliktdynamiken, Versöhnungsphasen, Identität usw. vermittelt wird. Das Programm endet damit, dass die Teilnehmer*innen in ihren eigenen Communities aktiv werden und sich oftmals in Führungsrollen sowohl für Lösungen von Gesellschaftsproblemen als auch für eine friedliche Lösung des Konfliktes einsetzen.


bottom of page