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„Das Paradies ist möglich“ DVHL-Generalversammlung über Herausforderungen und Hoffnungszeichen

„Gemeinsam können wir viel erreichen und unser heutiges Treffen kann der Auftakt sein, uns noch einmal bewusst aufzumachen“, sagte Matthias Vogt, Generalsekretär des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL), in seinem Bericht zur Generalversammlung am 23. November 2022. Nach zwei Jahren war es das erste Zusammentreffen, das wieder in Präsenz stattfinden konnte.

Auch der seit 2019 neue DVHL-Vorstand konnte erst im September dieses Jahres zum ersten Mal eine gemeinsame Reise ins Heilige Land unternehmen, um Mitarbeitende und Projektpartner kennenzulernen. Die Begegnungen hätten die vertrauensvolle Zusammenarbeit noch einmal intensiviert, betonte DVHL-Vizepräsident, Karl Prinz zu Löwenstein. Mit der Versammlung im Kölner Maternushaus verbinde er die Hoffnung, die Folgen der Pandemie überwinden zu können, auch wenn es sicherlich nicht einfach sei, an die Verhältnisse vor Corona anzuknüpfen und an vielen Stellen Neues überlegt werden müsse, um zukunftsfähig zu sein, sagte Vogt.


Auch der Vortrag von Michaela Richter, Leiterin des DVHL Büros in Jerusalem, über die aktuelle politische Lage im Heiligen Land war geprägt von dieser Ambivalenz. Derzeit erlebe das Land und seine Menschen eine neue Spirale der Gewalt, sagte Richter zum Auftakt der Konferenz der Diözesanvorsitzenden, die der Generalversammlung traditionell vorangeht. Aber der DVHL und seine von ihm unterstützten Projekte seien sehr wichtig: „Wir sind ein Hoffnungszeichen für die Menschen“, betonte sie.


So ein Hoffnungszeichen ist für viele auch die internationale Jugend- und Begegnungsstätte Beit Noah in Tabgha. Monsignore Ludger Bornemann, wiedergewählter Geistlicher DVHL-Leiter, stellte den Konferenzteilnehmenden den rund zehnminütigen Film „Spirit of Beit Noah“ vor, in dem Menschen von ihrem „Himmel auf Erden“ erzählen, den sie vor Ort erleben.

Palästinensische und israelische Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen kommen hierher, um eine Zeit des „Begegnens und Teilens“ zu verbringen. Was sie eint: Sie „alle leben am Rand der Gesellschaft“. Mittlerweile kommen regelmäßig rund 36 soziale Projekte pro Jahr nach Beit Noah. Hier helfe ihr diese „besondere Atmosphäre“ daran „zu glauben, dass das Paradies möglich ist“, erzählt eine Besucherin.


„Wir legen Wert auf Begegnungen mit den Menschen vor Ort“, betonten auch die DVHL Reiseexperten Erwin Schlacher und Ibraham Nusair auf dem „Marktplatz“ während der Konferenz, bei dem Besucherinnen und Besucher sich über einzelne DVHL Handlungsfelder wie beispielsweise das Jerusalem-Büro, die Dormitio-Abtei, die Freiwilligendienste oder die Reise GmbH informieren konnten. „Unsere Reisegruppen lernen Menschen kennen, die sich sozial karitativ engagieren“, hoben die Heilig-Land-Kenner eines der besonderen Kennzeichen der individuell ausgearbeiteten DVHL Reiseangebote hervor, von denen pandemiebedingt viele in den letzten beiden Jahren ausgefallen waren. Für das kommende Jahr seien derzeit wieder mehr als 100 Reisen in Planung. „Pilgerreisen gehören zum Kern unseres Auftrags“, hatte Generalsekretär Vogt in seinem Bericht betont. „Wir werden alles dafür tun, das auch für die Zukunft zu erhalten“.



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