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DVHL-Pilgergruppe: Erleichtert zurück

„Lange hatten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Pilgergruppe auf diese Reise ins Heilige Land vorbereitet und gefreut“, sagt Wolfgang Funke, Pastoralreferent im Ruhestand aus Mönchengladbach. Zusammen mit Gemeindereferent Christoph Rütten und 36 Teilnehmern einer DVHL-Pilgergruppe waren sie am 7. Oktober auf dem Weg nach Jerusalem, als sie von den Ereignissen erfuhren.


Auszüge aus dem Reisebericht von Antonia Thies-Michael:

„Es war der Tag unseres geplanten Quartierwechsels in das Pilgerhaus des griechisch-katholischen Patriarchats in der Altstadt von Jerusalem. Morgens hatten wir noch kaum Informationen. Diese kamen erst im Laufe des Tages bei uns an. Nach und nach erschloss sich uns das Bild dieses furchtbaren Tages und wir erfuhren auch von Sirenenalarmen in Jerusalem und von der Kriegserklärung der israelischen Regierung. Diese Informationen verunsicherten uns sehr. Ein Plan, wie wir uns in dieser Krisensituation verhalten mussten, wurde notwendig. Wir brauchten Informationen zum Umgang mit Alarmsituationen und besprachen mit unseren

Reiseleitern in der Gruppe in engen Zeitabständen, was nun zu tun sei. Erstmal mussten wir abwarten. Jeder packte eine Nottasche, für den Fall einer schnellen Evakuierung. Da wir keine Möglichkeit hatten, schnell zurück nach Hause zu kommen, mussten wir überlegen, was zu tun sei und wie wir sicher bleiben, ohne dass wir die Nerven verlieren. Dies überlegten wir von Tag zu Tag, manchmal von Stunde zu Stunde neu. Dabei unterstützte und beriet uns unsere sehr ortskundige und erfahrene Guide Tamar Avraham, mit ihr fühlten wir uns sicher.“ Tage später landete die Pilgergruppe am 14. Oktober in Frankfurt. Am Gepäckband des Flughafens stellten sie sich im Kreis zusammen „und dankten Gott mit einem Lied dafür, dass wir wohlbehalten zurück in unserem friedlichen Land sind. Erleichtert fielen wir uns in die Arme. Am Nachmittag erfuhren wir im Bus, dass eine Familie aus Gaza, die in unserem Pilgerhaus in Tabgha mit angegliederter Behinderteneinrichtung, persönlich bekannt war – der Sohn besuchte die Einrichtung – beim Angriff auf Gaza völlig ausgelöscht wurde. Man hatte die Papiere in ihrem zerstörten Haus gefunden. Wir waren zutiefst bestürzt, angesichts dieser furchtbaren Nachricht, die wohl eine von vielen ist, die uns derzeit aus Gaza erreichen. … Wir sind in Gedanken bei den Menschen in Israel und Palästina, die sich nach einem friedlichen und gerechten Zusammenleben aller Menschen sehnen. Die Begegnungen mit den Menschen vor Ort haben diesen Menschen ein Gesicht für uns gegeben. Wir wünschen allen Menschen in Israel und Palästina Frieden, Schalom und Salam“.

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