Kurz und gut – die etwas andere Nachricht vom Ölberg

Am 4. Dezember zog der neue Patriarch von Jerusalem feierlich in die Grabeskirche ein und trat damit offiziell sein Amt an. Wenige Stunden später wurde die Freude darüber getrübt durch die Nachricht, dass ein jüdischer Fanatiker versucht hatte, die „Kirche der Nationen“ im Garten Getsemani am Fuß des Ölbergs in Brand zu stecken. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden, der Brand konnte schnell gelöscht werden und der Täter wurde verhaftet.


Beide Ereignisse wurden in kirchlichen Medien gemeldet. Nicht berichtet wurde dagegen über eine Aktion, die praktisch gleichzeitig oben auf dem Ölberg stattfand: 70 jüdische Israelis überreichten den dort lebenden Benediktinerinnen eine Spende von 13.000 Schekeln. Die Scheckübergabe bildete den zum Abschluss einer zweiwöchigen Aktion, bei der Freiwillige den Schwestern kostenlos geholfen hatten, die Oliven auf ihrem Grundstück zu ernten. Initiatorin dieses Projektes war Yisca Harani, die bereits 2013 in der Dormitio-Abtei mit dem Mount Zion Award für ihre Versöhnungsarbeit zwischen den Religionen ausgezeichnet wurde. Auch wenn es den jüdischen Grundsatz des „Matan baSeter“ („anonyme bzw. geheime Spende“) gibt, möchten wir – mit Einverständnis der Initiatorin – die Aktion in diesem Fall öffentlich machen, weil auch solche guten Nachrichten und bewegenden Zeichen der Solidarität zur Realität des Heiligen Landes gehören.

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