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Pilgerhaus Tabgha: Planen von Tag zu Tag

Im Pilgerhaus ist es seit dem 15. Oktober wieder sehr still, berichtet Georg Röwekamp, Leiter des Pilgerhauses Tabgha:

„An diesem Tag reiste die letzte Pilgergruppe ab. Sie und auch die letzten DVHL-Pilgergruppen haben sich sehr herzlich bei den Mitarbeitern vor Ort bedankt, die ihnen in diesen schwierigen Tagen beigestanden haben. Zum Glück hatte sich der Alarm, der an einem Abend alle Gruppen in die Bunker getrieben hatte, als Fehlalarm entpuppt.

Seitdem sind nur noch sehr wenige Mitarbeitende täglich vor Ort – nach einigen Tagen konnte auch ich aus dem Ausland nach Tabgha zurückkehren. Nun beschäftigt uns alle die Frage, wie es weitergeht: Werden die meisten Mitarbeitenden wieder für längere Zeit arbeitslos? Oder können wir das Haus zumindest teilweise öffnen für innerisraelische „Binnenflüchtlinge“? Schon jetzt evakuiert die Regierung Dörfer nahe der libanesischen Grenze, weil man befürchtet, dass die Hisbollah mit ihrem Waffenarsenal viel massiver als bisher in den Konflikt eingreifen könnte. Möglicherweise sind dann von solchen Evakuierungen auch christlich geprägte Dörfer in der Region, wie Tarshiha, Fassuta, Miilya oder Jish, betroffen.

Bis dahin planen wir – wie alle Menschen hier im Land – von Tag zu Tag. Jeden Abend versammeln sich die sechs philippinischen Schwestern und die Hausleitung zum Gebet in der Kapelle, bevor die Schwestern ihre Pilgerhaus-Zimmer für die Nacht beziehen – in ihrem eigenen kleinen Kloster gibt es keinen Bunker“.

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