Sorge um fragile Situation im Heiligen Land

Seit Tagen eskalieren Spannungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften in Jerusalem. Mittendrin in den allabendlichen Ausschreitungen: das Gelände des DVHL mit der Schmidt-Schule, dem Paulus-Haus und dem Jerusalem-Büro am Damaskustor.

„Unseren Mitarbeiter:innen geht es allen den Umständen entsprechend gut“, sagt die Repräsentantin des DVHL, Veronika Staudacher, „nichtsdestotrotz ist es eine emotional enorm belastende Situation, wenn einem die Sorge um die eigene Gesundheit, die Sicherheit der Familie und der Heimat den Schlaf raubt“.


Die gewaltsamen Ausschreitungen treffen die Heiligen Stätten der Muslime zum Ende des Fastenmonats Ramadan und gehen einher mit der geplanten Zwangsräumung palästinensischer Wohnungen im Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah. Die Patriarchen und Kirchenoberhäupter Jerusalems sprachen sich in einer gemeinsamen Stellungnahme gegen die Gefährdung von Gläubigen aus und mahnten zur Wahrung des fragilen Status Quo in der Stadt.


Die angespannte Sicherheitslage betrifft jedoch das gesamte Heilige Land. Es gibt Kundgebungen und Proteste sowohl in arabischen und gemischten Städten Israels als auch in den palästinensischen Gebieten. Das führt z.B. dazu, dass sie Salvatorianerinnen in Beit Emmaus (Qubeibeh) das Gelände ihres Alten- und Pflegeheims nicht verlassen können. Zudem gibt es seit einigen Tagen heftigen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf israelische Städte. Das erste Mal seit dem Gazakrieg in 2014 gab es deshalb Raketenalarm in Jerusalem. Auch Tel Aviv war Ziel der Raketenangriffe. Im Gegenzug griffen israelische Kampfflugzeuge Ziele im Gazastreifen an. Nicht zuletzt, weil es dabei bereits zahlreiche Opfer gab, ist nicht mit einem schnellen Ende der Auseinandersetzungen zu rechnen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an:

Veronika Staudacher

Repräsentantin und Leiterin Jerusalem-Büro

E-Mail: v.staudacher@dvhl.de

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