Treffen von Mensch zu MenschReise des DVHL-Vorstands ins Heilige Land

Schon oft war sie geplant, aber wegen der Corona-Pandemie leider immer wieder verschoben worden – eine Reise der Vorstandsmitglieder des DVHL ins Heilige Land, um dort die eigenen Einrichtungen und Projektpartner:innen zu besuchen und sich endlich nicht nur digital, sondern von Mensch zu Mensch treffen zu können.



Anfang September war es nun endlich so weit, eine dicht gefüllte Woche mit vielen Gesprächen und Begegnungen sollte es werden. Im Heiligen Land trifft man ja nicht nur auf eine Welt und Gesellschaft, sondern auf viele, mit sehr unterschiedlichen Sichten und Herausforderungen. Das zeigte schon das Mitfeiern des Sonntagsgottesdienstes mit der philippinischen Migrantengemeinde in Westjerusalem und der Besuch des „St. Rachel-Centers“, das sich um Kinderbetreuung von Migrant:innen in Israel kümmert. Eine Initiative, die unterschiedlichen religiösen Gruppen einander besser bekannt zu machen, ist das „Center for interreligious dialogue - Daniel Rossing Center“. Diese Initiative wird vom DVHL unterstützt, da gerade die kleine Gruppe der Christ:innen den Kontakt zu jüdischen und muslimischen Menschen braucht, um auch die anderen kennenzulernen.


Beeindruckend war es, das große Engagement der Mitarbeitenden in den eigenen Einrichtungen des DVHL vor Ort zu erleben: in den Gästehäusern Paulus-Haus Jerusalem und dem Pilgerhaus Tabgha, die in der Coronazeit vor großen Herausforderungen durch ausgefallene Reisegruppen standen; in der Schmidt-Schule in Ostjerusalem und in Beit Emmaus in der Westbank, die sehr stark im Kontakt mit den Problemen der einheimischen Bevölkerung sind; im Kloster Tabgha und in der Dormitio-Abtei, die während der Corona-Pandemie keine Pilger hatten, und wo die umfangreiche Renovierung derzeit viele Kräfte beansprucht. Natürlich wurden auch langjährige Partner:innen wie die Borromäerinnen mit dem Gästehaus St. Charles und dem Vorschulkindergarten der Schmidt-Schule, das Hilfswerk für Menschen mit Behinderung in Beit Jala „Lifegate“, die Betlehem-Universität, und auch die Salvatorian-Sisters-School in Nazaret besucht.


In Tabgha gehören die Begegnungsstätte und die philippinischen Schwestern dazu – in Jerusalem freuen sich die Nachbarn rund um das Paulushaus/Schmidt-Schule und Jerusalembüro über den guten Kontakt zwischen den christlichen Einrichtungen. Vor allem das Jerusalembüro hatte die Reise geplant und sehr gut begleitet – und ebenso wurde man begleitet, wenn man an allen Stellen auf die gerade eingereisten neuen Freiwilligen des DVHL traf.


Ein vielfältiges Engagement leisten viele Menschen für den DVHL im Heiligen Land. Vizepräsident Prinz zu Löwenstein, Nadim Ammann und Generalsekretär Matthias Vogt waren beeindruckt: „Wir sind sehr dankbar für das Kennenlernen der großartigen Arbeit, die vor Ort im Heiligen Land für die christliche Präsenz geleistet wird!“