Liebe, Heilung und gegenseitiger Respekt
Katholische Schule in Gaza hat wieder geöffnet



Alle Fotos: © LPG.org
Freudentränen bei Kindern und ihren Eltern: Im Gazastreifen hat die katholische Schule wieder ihre Pforten geöffnet. Ein zutiefst bewegender Moment, sagt Pater Gabriel Romanelli. „Heute kehrt dieser Ort zu seinem Bildungsauftrag zurück“, freut sich der katholische Pfarrer von Gaza-Stadt, Gabriel Romanelli, am 22. September. Nach fast drei Jahren unterbrochenem Unterricht können nach Angaben des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem rund 1.000 Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zur 12. Klasse nun endlich wieder die Schulbank drücken.
In den vergangenen drei Jahren hatte die Schule Flüchtlingen Unterschlupf geboten. „Dieser Ort, der während des Krieges Vertriebenen Zuflucht bot, kehrt heute zu seiner Bildungsaufgabe zurück“, erklärte Pater Romanelli. „Wir hoffen, dass dieser Raum ein Ort sein wird, an dem Liebe, Heilung und gegenseitiger Respekt unter den Mitgliedern der Gemeinschaft wachsen“. Und das trotz anhaltender Herausforderungen wie des Mangels an Möbeln, Schreibwaren und grundlegenden Unterrichtsmaterialien. Die Schule steht Schülern aus der gesamten lokalen Gemeinschaft offen. Zum neuen Schuljahr haben 77 Lehrkräfte ihre Arbeit in den verschiedenen Bildungsstufen wieder aufgenommen. Neben dem Unterricht ist die Schule derzeit dabei, außerschulische Aktivitäten aufzubauen, um die Schüler auch psychologisch zu unterstützen.
Schulen gehören zu den wichtigsten seelsorglichen Aufgaben des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem. „Wie kann es Hoffnung geben, wenn den Kindern keine Bildung zuteil wird?“ hatte Kardinal Pierbattista Pizzaballa bei seinen Besuchen im Gazastreifen immer wieder betont. Möglich wurde das Wiedereröffnen der Schule und des Kindergartens durch die Unterstützung zahlreicher Spender und Partner.