Unter dem Leitwort „Land der Verheißung: Begegnung mit Menschen der Hoffnung“ fand vom 17. bis 21. Januar zum 25. Mal das Internationale Bischofstreffen zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land statt. Bischöfe aus 13 Ländern reisten in die Region, um sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation und den vielfältigen Herausforderungen der Menschen – insbesondere der christlichen Gemeinden – zu machen.

Die deutschen Bistümer wurden durch Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten, vertreten. Auch Dr. Matthias Vogt, Generalsekretär des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL), nahm an dem Treffen teil.

Im Zentrum der Reise standen Begegnung und Austausch mit den Menschen vor Ort. So besuchten die Bischöfe unter anderem das Dorfe Taybeh im Westjordanland, das letzte rein christliche Dorf der Region. Dort wurde insbesondere die zunehmende Bedrohung durch israelische Siedlergewalt deutlich. „Im direkten Kontakt mit den Menschen vor Ort zeigt sich, wie sehr die Einschüchterungsversuche und direkten Attacken in den vergangenen Monaten zugenommen haben, ohne dass die israelischen Sicherheitskräfte wirksam eingreifen“, erklärte Erzbischof Bentz.

Einen Einblick in die dramatische Lage im Gazastreifen erhielten die Bischöfe im Gespräch mit Gabriel Romanelli, Pfarrer der katholischen Gemeinde Zur Heiligen Familie in Gaza. Die Gemeinde ist seit Beginn des Krieges ein Ort der Zuflucht für Hunderte Menschen geworden.

Momente der Hoffnung boten die Begegnungen mit lokalen Initiativen, die sich trotz der angespannten Lage für Dialog und Versöhnung zwischen den religiösen und nationalen Gruppen im Heiligen Land einsetzen. „Hier wird das biblische Bild vom ‚Salz der Erde‘ konkret: Keine Geste der Versöhnung, sei sie noch so unscheinbar, ist umsonst“, fasste Erzbischof Bentz seine Eindrücke nach Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des Rossing Center for Education and Dialogue, der Rabbis for Human Rights und des Parents Circle zusammen.

Auch Dr. Matthias Vogt betonte die Bedeutung des Solidaritätstreffens im Heiligen Land: „Das Internationale Bischofstreffen ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität der Weltkirche mit den Menschen im Heiligen Land. Die Weltkirche kommt, um zuzuhören, um den Menschen vor Ort zu zeigen: Ihr werdet gesehen – und ihr seid nicht allein.“