Eine Botschaft der Zugehörigkeit, der Solidarität und der Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft: Das ist die Botschaft des Olivenbaums. Und das ist auch „unsere Botschaft mit jedem gepflanzten Baum“, sagen die Rabbiner für Menschenrechte. Seit rund 20 Jahren ist die israelische Menschenrechtsorganisation mit ihrer Solidaritätsaktion „Planting Justice“ – „Gerechtigkeit pflanzen“ im Westjordanland und in Beduinengemeinden aktiv. Mehr als 4.500 Bäume haben sie seitdem gepflanzt.
„Hoffnung säen“, so lautet der Themenschwerpunkt unseres neuen Mitgliedermagazins und des diesjährigen Palmsonntagsmottos, mit dem der DVHL Menschen und Projekte in den Mittelpunkt stellt, die für andere zu Vorbildern und Botschaftern der Hoffnung werden. Wie etwa Intisar Kaabna und Afnan Jamhour. Die beiden kümmern sich in unserem Pflegeheim Beit Emmaus liebevoll um die Bewohnerinnen. Mit der Begeisterung für ihre Arbeit tragen die 29-Jährigen zu einem Umdenken in der palästinensischen Gesellschaft bei. Oder Bailasan, die Beratungsstelle für psychosoziale und psychische Gesundheit, die mithilfe des Beratungsteams für viele zu „Balsam für die Seele“ geworden ist. Im vergangenen Jahr konnte der DVHL dort helfen, den Therapiegarten anzupflanzen. Junge Nachwuchs-Biologinnen sind auch in unserer Jerusalemer Schmidt-Schule am Werk, wenn sie im Gewächshaus auf dem Schulhof pflanzen, gießen, ernten. Initiiert hat das Projekt Lehrerin Nabila Shemmissian. Sie ist überzeugt: „Jede Pflanze wächst nur, wenn sie gepflegt wird. Hoffnung ist genauso – sie braucht Zeit, Geduld und Zuwendung“.