Chaldäisch-katholische Kirche

26 Mai, 2026 | Nachrichten & Einblicke

Paulus III. Nona ist neues Oberhaupt
der chaldäischen Christen

DVHL gratuliert zum neuen Amt

Emil Shimoun Nona, Erzbischof von Australien und Neuseeland, ist neues Oberhaupt der chaldäischen Kirche, der größten christlichen Gemeinschaft im Irak. Als Patriarch wählte er den Namen Paulus III. Nona. Der gebürtige Iraker war ab 2010 Erzbischof von Mossul, 2015 wurde er Erzbischof im australischen Sydney. Nona wurde zum Nachfolger des seit 2013 amtierenden Patriarchen Kardinal Louis Raphaël Sako gewählt.

Dr. Matthias Vogt und Paulus III. Nona stehen vor dem Portal der Chaldäisch-katholischen Kirche
Dr. Matthias Vogt (DVHL-Generalsekretär),
Paulus III. Nona (neues Oberhaupt der chaldäischen Christen)

Der Deutsche Verein vom Heiligen Lande hat ihm zu seiner Einführung am 29. Mai gratuliert. „Möge der Herr Sie und die chaldäischen Gläubigen auf der ganzen Welt segnen. Möge er Ihnen Kraft und Mut schenken und Ihnen Vertrauen in seine Gegenwart und Hilfe in allen Momenten des Lebens und des Dienstes, in Not und Freude, gewähren“ schreibt DVHL-Generalsekretär Matthias Vogt in seinem Glückwunschschreiben.

Er erinnere sich noch lebhaft an die Momente, als er im November 2013 zum ersten Mal die Stadt Mosul besuchte, schreibt Vogt, und an den „herzlichen Empfang in der Erzbischofsresidenz, an unser gemeinsames Gebet in der St.-Paulus-Kirche am Grab von Erzbischof Boulos Faraj Raho“. Das Schicksal der Christen im Irak sei ihm seitdem „tief ins Herz geschrieben. Mögen Sie Kraft aus der Fürsprache der alten und neuen Märtyrer Mesopotamiens schöpfen und das Wirken Ihrer Vorgänger als Hirte der chaldäischen Christen in ihrer traditionellen Heimat wie auch in der Diaspora fortsetzen.“

Der Irak sei „die Heimat unseres gemeinsamen Vaters Abraham und ein Land des lebendigen Glaubens, des christlichen Zeugnisses und der christlich-islamischen Begegnung“, betont Vogt. „In diesem Sinne fühlen wir uns der irakischen und der chaldäischen Kirche tief verbunden und werden Ihren Dienst mit unseren Gebeten begleiten“.

Die chaldäisch-katholische Kirche ist eine mit Rom unierte Ostkirche. Ihre Wurzeln reichen bis ins erste Jahrhundert. Sie feiert eine eigene Form des Gottesdienstes, erkennt aber den Primat des Papstes an. Das Patriarchat hat seinen Sitz traditionell in Bagdad. Die meisten chaldäischen Christen leben heute außerhalb des Iraks, vor allem in Europa, Nordamerika und Australien

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