Äußerst flexibel und pragmatisch
Der Schmidt-Schulen Ausflug musste woanders stattfinden. Der Grund: Die Arbeitserlaubnis ist verschärft worden

Die Schmidt-Schule wollte am Schuljahresende im Juni 2026, wie in jedem Jahr, einen Ausflug mit allen Mitarbeitenden unternehmen. Das Lehrer-Komitee organisiert üblicherweise den Ausflug und schlug, wie auch schon in einigen Vorjahren, eine Bustour nach Jaffa in Tel Aviv vor. Aber: Nach einer kürzlich verschärften Auslegung der Arbeitserlaubnisse für Mitarbeitende aus dem Westjordanland ist Tel Aviv nun nicht mehr im erlaubten Aufenthaltsbereich der Kolleginnen und Kollegen. Nun kann man sagen: „Fällt ja nicht auf! Hauptsache, die Kollegen überqueren abends pünktlich den Checkpoint.“ Doch die Schule und auch die Busfirma wollten das Risiko nicht eingehen. Auch einige Mitarbeitende fühlten sich nicht wohl bei dem Gedanken, die geografischen Grenzen ihrer Arbeitserlaubnis auszureizen.
Zum Glück sind alle äußerst flexibel und der Gemeinschaftssinn ist hoch. Somit wurde pragmatisch umdisponiert und die gesamte Schmidt-Schulbelegschaft hat in einem Restaurant in Ost-Jerusalem das Schuljahresende gefeiert. Wie immer, wurden auch die bereits pensionierten Lehrkräfte eingeladen. Bei leckerem Essen hat man das Schuljahr ausklingen lassen und das Lehrer-Komitee hat lustige Spiele vorbereitet. Ein Ratespiel bestand zum Beispiel darin, dass Ms Suzy Mauge, die langjährige palästinensische Leiterin, mit verbundenen Augen die Stimmen der hinter ihr aufgereihten Mitarbeitenden an einem Morgengrußصباح الخير (Sabach Elcher) erkennen musste. Bis auf eine Ausnahme lag sie immer richtig!
Lesen Sie einen ausführlichen Bericht über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden der Schmidt-Schule aus dem Westjordanland im nächsten DVHL-Mitgliedermagazin.